aaaaaaaaaaaaaach: Urlaub

28 Mrz 2008

6:15   Wake-Up-Call
7:00   Breakfast
8:00   Mit Boot flussaufwaerts fahren
8:40   Mit Guide durch Dschungel pirschen
11:00 Elefant-Bathing
12:00 Mittagessen
13:00 Jeep-Tour durch Dschungel
16:00 Feierabend

Free Tibet

27 Mrz 2008

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Von Nepal aus ist, anders als angenommen, die Verfolgung der aktuellen Entwicklungen der Unabhaengigkeitsbestrebungen der Tibeter schwerer als angenommen. Als ich noch mit Phuntsok, einem Tibeter, unterwegs war, hab ich noch recht viel mitbekommen, wobei er seine Informationen auch fast nur aus West-Fernsehen,  insbesondere CNN, hatte. In der nepalesischen Presse verschwindet das Thema zunehmend, die Wahl am 8. April, fuer Nepal wirklich auesserst wichtig und sicherlich nochmal einen eigenen Artikel wert, ist einfach zu dominierend.
Die Tibeter in Phokara, mit denen ich gesprochen habe, haben mehrere Einschaetzungen zum Thema. Zum einen glauben sie, dass sie der nepalesischen Bevoelkerung groesstenteils egal sind, sie erleben kaum Unterstuetzung von der Landbevoelkerung – bei reicheren, besser gebildeteten Nepalis erleben sie aber sehr wohl, dass diese ihr Anliegen, Unabhaengigkeit von Tibet, verstehen, teilweise auch aktive Unterstuetzung.
Solidaritaet als Luxus?! Nicht nur unverstaendlich, dennoch schade..

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Von nepalesischer Regierungsseite ist keine Unterstuetzung zu erwarten, Chinas Regierung formuliert sehr klar, was sie von dieser erwartet und diese befolgt – zu gross ist die Abhaengigkeit. Zum Beispiel gab es in Phokara, obwohl mehrere Camps von Exil-Tibetern dort sind, keine Demonstrationen – Zu wenige sind sie dort, sagen sie – zu gross ist die Angst vor Repressalien. Nicht vor den Chinesen, die sind nicht hier vor Ort. Nein, stellvertretend von der nepalesischen Polizei, die auch in den Camps auftauchte und vor Demonstrationen warnte.
Ein Camp, das ich aufsuchen wollte, das wohl von den Briten unterhalten wird – durfte ich erst gar nicht betreten, mehr als grosse Zaeune und Stacheldraht bekam ich nicht zu sehen – einen tibetischen Wachmann hatte ich ueberredet, war schon halb drin – der nepalesische Chef warf mich wieder raus, super aggressiv. Arschloch.In Kahtmandu halten die Demonstrationen und Aktionen an, auf indischer Seite hab ichs bisher noch nicht verfolgt – aufgrund der sehr viel groesseren Exil-Camps geh ich dort aber stark davon aus. Ich werds noch die naechsten Tage rausfinden, wenn ich nach Indien komme – Dharamsala, Exil-Heimat seiner Heiligkeit, dem Dalai Lama und seiner Regierung, steht erst am Ende meiner Reise auf dem Programm.

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Wichtig bleibt, das Thema in Bewusstsein zu halten – jeder der irgendwie die Moeglichkeit dazu hat (und die hat jeder, Free Tibet-Aufkleber aufs Auto, T-Shirts, Info-Staende, Schongauer Tibet-Woche-reloaded? etc. – be creative), sollte etwas dafuer tun! Ich bring auch gerne Stuff aus Indien mit, wer Ideen hat, hier in die Kommentare oder per Mail!
Wenn diesmal nichts passiert, mit dem hohen Druck der olympischen Spiele und einhergehender internationaler Aufmerksamkeit, wann bitte dann?

Kultur

25 Mrz 2008

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In Besisahar hab ich mich dann schweren Herzens von Wotan getrennt, er up to Manang, ich nach Phokara, zweitgroesste Stadt Nepals. Dort hab ich mir erstmal ein Motorrad geholt und mich, nachdem ich mich mit dem Linksverkehrt ueberraschend schnell anfreunden konnte, weitraeumig umgesehen. Nachdem eine grosse Menge Nepalis und keine Touristen von allen Richtungen zu einem Punkt wanderten, war klar, dass da was spannendes passieren musste. Nachdem 20 min spaeter Daniel als einziger Foreigner inmitten einer Fussballbegeisterten Menge sass, war auch klar, dass ich was richtig gemacht hatte. Nepal gegen Pakistan, Freundschaftsspiel – und was fuer eins.

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Das Spiel war dann aber leider eher A-Klasse maessig, voellig uninspiriert, alles ueber die Mitte, wenig schoene Szenen vor dem Tor.. nach der Halbzeit verliess ich das Spiel, Nepal lag 1:0 hinten, am naechsten Tag las ich in der Zeitung, dass sie aber doch noch 2:1 gewonnen haben. Immerhin.

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Das Verlassen des Spiels gestaltete sich aber etwas schwieriger als ich mir das so vorstellte. Erkennt jemand mein Bike auf dem Bild oben? Nein? Ging mir auch so :-) 
Zur Pausenbelustigung vieler Nepalis, meiner auch – irgendwie.. 

Marsyangdi-Tal

23 Mrz 2008

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Besisahar ist fuer viele lediglich Durchgangs- bzw. Startpunkt fuer den Annapurna-Track. Genauso trostlos ist das Kaff irgendwie auch, alle Angebote sind nur darauf ausgelegt, das die Touris nach einer Nacht wieder verschwinden, die kann man dann auch mal ausnehmen..
Da gibts vermutlich auch Ausnahmen, eine davon ist sicherlich das Mongolian Guest House, ganz am Ende des Kaffs.

Von dort aus starteten wir zu verschiedenen Schulprojekten in der Naehe, nach Chandistan und nach irgendwas mit Burghul oder so, vergessen aufzuschreiben..

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Sehr abenteuerlich war der Weg nach Chandistan: Die “Strasse” ist relativ neu gebaut und auch nicht zwingend als solche zu erkennen. Man hoert hier auch fast woechentlich von Unfaellen, oft mit Verletzten, manchmal auch mit Toten..

Da wir leider inmitten der Ferien dort waren, waren nicht viele Kids da – aber interessant war, dass die Kids aus dem Dorf, die natuerlich mitbekommen haben, das wir da sind, so wie jeder im Dorf das mitbekommt, wenn Foreigner auftauchen, sofort kamen, alles mitbekommen wollten, gerne in die Schulraeume gingen usw. – also Bildung gegenueber sehr begeistert und aufgeschlossen sind – davon bin ich bei uns ja nicht mehr wirklich ueberzeugt.

Die Schule in Chandistan ist Dank der Unterstuetzung der Nepal-Initiative relativ weit, neue, gute Gebaeude, frisches Trinkwasser (was leider die seltene Ausnahme ist), saubere Plaetze, einiges an Lehrmaterial – und dank Wotans Engagement jetzt auch ein Computerlab, Phuntsok sitzt schonmal Probe..

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Chandistan ist auch Heimat von Boj, dem Local-Aktivisten fuer die Nepal-Initiative – der Mann hat richtig Power. Und macht wieder diese wahnsinnige Spaltung des Landes breit, unten in Besisahar sitzt er im Buero mit PC und Internet-Anschluss, haelt internationale Kontakte, macht Mittel vom Government klar usw., oben ist seine Familie, die in einem winzigen Haus mit 3 Generationen und allem moeglichen Viechzeug lebt und von all diesen Dingen nur wenig Vorstellung hat..

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Und das wichtigste auf dem Weg: Ich durfte sie endlich sehen, die weissen Giganten – Wahnsinn, sorry, Leute, ein Foto ist da echt nichts, gar nichts..

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holy day

21 Mrz 2008

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Der Tag fing sehr frueh und unwirklich an. Mit einem fetten Jeep wurden wir netterweisse vom Leiter der tibetischen High School in Kathmandu mit nach Besisahar genommen. Einer der Nepal-Initiative-Leute hatte ihm mal eine CD der Schongauer Blechbaetscher geschenkt, um Einblick in Bayerische UnKultur zu bekommen oder so..
Netter Weisse kam er auf die Idee, das wir uns doch freuen koennten, Klaengen aus der Heimat zu lauschen - was immerhin fuer Erwin auch galt – Wotan und ich haetten uns nichts surrealeres vorstellen koennen, als mit bayerischer Volksmusik morgens um 6 durch Kathmandu zu fahren – aber war auch mal ne Erfahrung, immer wieder ueberraschend, wie Musik ausserhalb ihres Kulturkreises nochmal voellig anders wirken kann :-)

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Und es war mal wieder ein hinduistischer Feiertag, einer der gefuehlten 800, die in Asien uebers Jahr verteilt gefeiert werden – das haben sie wirklich drauf :-)
Bei dem Feiertag ging es darum, dass die Kinder sich “kriegerisch” bemalen und Luftballons mit Wasser und zum Teil Farbpigmenten fuellen (von den anderen Dingen, die zum Teil unlustigerweise rein gefuellt werden, erzaehl ich an dieser Stelle nicht..) und damit sich gegenseitig und die Erwachsenen befeuern duerfen – das hat bestimmt auch spirituellen Hintergrund, den hab ich jetzt aber nicht hinterfragt, mir hat gereicht, das die Kids richtig Spass dabei hatten:


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Am Ende unserer Reise haben sie uns dann nochmal voll erwischt, zu meinem grossen Vergnuegen, unser Gastgeber inkl. seinem Fahrer war nur bedingt begeistert, wie man sehen kann..