Bin dann mal weg
Ohne hier irgend jemand neidisch machen zu wollen. Meine nächsten Tage sehen in etwa so aus:
Tosca, ich komme – yeeeeeeeeeeeeaaaaaaaaaaahhhh
Urlaubslied bei der letzten Tour war:
[youtube]yQoZmYUuvXw[/youtube]
youtube direktSwing
Mal kucken, im Moment räum ich diesem hier recht hohe Chancen ein:
[youtube]pKQK8rYZNHY[/youtube]
youtube direktbap bara ra ra
Aber mal sehen, bei solchen Aussichten sieht die Welt eh völlig anders aus..
undertube
Da hab ich doch tatsächlich noch nie (in Worten: NIE) undertube vorgestellt – muss man sich mal vorstellen, das!

Nun also, die 12. Folge ist raus und auch noch supertoll, gute Gelegenheit das (das von oben) nachzuholen:
Undertube sind vor der Kamera Peer und TinaMila, Musiker, die zweiwöchentlich live aus der U-Bahn berichten, und noch ein paar hinter dem Projekt, Daniel Poli zum Beispiel..
Berichtet wird über Musik in Berlin, Konzerte, Platten und manchmal sogar mit Live-Konzert:
Wer sich also für IndieRock, mit Mila jetzt wohl auch zunehmend Elektro, und so interessiert und/oder das Glück hat, auch von den Konzert-Tipps für Berlin zu profitieren, sollte regelmäßig reinkucken, bald gilt dasselbe auch für Köllner, denn Tina startet dort das nächste Stadtkulturubahnmusikdingenskirchen.. stay tubed, ums in Daniels Worten zu sagen.
Undertube: Weiter so und gute Reise!
Rostock the new Genua?!
Minute 11:09
Jeder weiß, vor allem aber die Regierung weiß es, dass gewalttätige Gruppen aus dem In- und Ausland nach Genua kommen wollten um dort Randale zu machen.
Ein geheimes Dokument des Polizeipräsidiums in Genua, das ich hier zum ersten mal öffentlich gemacht habe, belegt, das der schwarze Block, seit Seattle und Göteborg allen bekannt, die friedlichen Demonstrationen unterwandern wollte, um die Linke mit Gewalttaten zu diskreditieren.
Das ist ein wörtliches Zitat aus diesem Geheimdokument, das der Polizei von Genua vorlag.
Man ist beim aktuellen Geschehen, den Bildern die einem überall aufgedrängt werden, ja schnell versucht, dies alles zu kommentieren, anzuklagen, mit nach Fehlern und Schuldigen zu suchen. Was aber, wenn es genau darum geht?

Nehmen wir mal an, in Rostock demonstrieren 20000 35000 100000 80000 Menschen friedlich, verbreiten gute Stimmung und machen auf Schieflagen und ihren Unmut, wie es im Moment läuft, aufmerksam. Charismatische Sprecher auf der Bühne bekommen die Chance ohne Hubschrauberlärm verständlich ihre Inhalte und Forderungen darzustellen, alternative Konzepte vorzustellen, vielleicht sogar so plausibel zu erklären, dass sie jeder Depp versteht Bild-zitierfähig sind.
Was würde passieren? Die Medien wären doch tatsächlich dazu gezwungen, darüber zu berichten.. wären vielleicht sogar so klug, sich inhaltlich damit auseinander zu setzen, vielleicht gar Experten zur Diskussion zu laden, meinetwegen auch vieles zu widerlegen, aber immerhin gäbe es mal eine öffentliche Auseinandersetzung..
Das kann aber nun wirklich nicht im Interesse der regierenden Parteien sein..
Also dann doch lieber den “schwarzen Block” verwüsten lassen (kein Mensch kann mir erzählen, das so etwas passieren könnte, wenn es nicht genauso gewollt gewesen wäre – jedem der daran glaubt, sollte sich dringend nochmal obige Dokumentation ansehen), die wirklich wichtigen Dinge im Vorfeld abklären, in Rostock gezielt inhaltliche Auseinandersetzung verhindern und dann ein paar Tage am Strand hinter dem heiligen Damm rumlümmeln und sich freuen wie man wieder ein mal die ganze Welt zum Narren gehalten hat..
Disclaimer: Dieser Beitrag macht im Wesentlichen das, was er anderen Berichterstattungen vorwirft: Er greift nicht die Inhalte auf, sondern rückt Nebenschauplätze in den Vordergrund – mit dem Unterschied, das es bewußt geschieht.. ja, ich weiß *seufz* ;-)
Wir müssen den Journalismus gerade biegen
Spiegel Online hat mal wieder leichte Übersetzungsprobleme mal wieder vor, globalisierungskritische Menschen als Terroristen abzuhandeln.

SPON dreht sich mal wieder seine eigene Wahrheit zurecht. Das es bei der G8-Demo in Rostock zu Krawallen kommen würde, war vorauszusehen. Leider versuchen die Medien mal wieder an einer Legende zu stricken – die Legende von Rostock soll lauten, daß die gewaltätigen Krawalle von den offiziellen G8-Kundgebungen angestachelt wurden.
So meldet SPON bereits in der Überschrift ihres Live-Tickers “Wir müssen den Krieg in diese Demo tragenâ€?.
Für 18.30 meldet SPON den Tickereintrag “[18:30] Auf der Kundgebungsbühne stachelt ein Redner die militante Szene auf: “Wir müssen den Krieg in diese Demonstration reintragen. Mit friedlichen Mitteln erreichen wir nichts.â€?Das gleiche Zitat bringt SPON in seinem Artikel über die Kundgebung:
Als die ersten Autos brannten, stachelte ein Redner auf der Kundgebungsbühne die militante Szene noch mit klaren Worten auf: “Wir müssen den Krieg in diese Demonstration reintragen. Mit friedlichen Mitteln erreichen wir nichts.â€?
Für diejenigen, die die Kundgebung live auf Phoenix verfolgt haben, mag dies seltsam klingen – hat dies doch keiner der Redner gesagt. Besinnt man sich indes auf die spiegeltypischen Übersetzungschwierigkeiten, wird einem so einiges klar. SPON meinte die Rede des philippinischen Globalisierungskritiker Walden Bello – Träger des alternativen Nobelpreises. Natürlich hat er nicht die Worte geäußert, die SPON ihm unterschieben will, sondern in einem vernünftigen Ton Kritik an der Vermeidung des Themas Irak-Krieg beim G8-Gipfel geübt:
“We have to bring the war right into this meeting – because without peace there can be no justiceâ€?.
Wie man dies mit – “Wir müssen den Krieg in diese Demonstration reintragen. Mit friedlichen Mitteln erreichen wir nichtsâ€? übersetzen kann, ist mir schleierhaft.
Das ist wiedermal eine Frechheit sondergleichen. Gestern dachte ich noch mit einem Freund darüber nach, ob es nicht sehr, sehr wichtig wäre, diese Woche in Heiligendamm zu sein. Wir kamen zu einem nein, da leider der Journalismus hier völlig versagt und den eigentlichen Sinn einer Demo, Menschen auf Missstände aufmerksam zu machen, ad absurdum führt und die Politik und ihre aktuelle Richtung nur noch mehr verstärkt. Ein Witz!
Was also tun? Ausser aktiver Bildungsarbeit (Aufbau einer “Gegenöffentlichkeit”), die aber leider auch nur die Menschen erreicht, die wenigstens ein Minimum an Interesse mitbringen und schon aktiv auf der Suche sind, fällt mir nur wenig ein..
[via]



