Polizei-Einsatz wegen Schneeballschlacht

Haha, lange nicht mehr so über eine Nachricht gefreut:
Leipzig (AP) Eine außer Kontrolle geratene Massen-Schneeballschlacht mit rund 100 Beteiligten hat in Leipzig einen Polizeieinsatz ausgelöst. Wie die Polizei am Montag mitteilte, bewarfen sich die Jugendlichen am Sonntagabend zunächst über eine Straße hinweg mit Schneebällen. Rund 50 Personen griffen später zwei Winterdienst-Fahrzeuge mit Schneebällen an. Dabei riss bei einem der Autos die Frontscheibe mehrfach ein.[...]
Die Leipziger Punks flippen voll aus wegen einem bisschen Schnee – die will man sich mal in Bayern vorstellen ;-)
[via PM, Ausschnitt (Symbol-)Bild dörxi@flickr.com]
Zweiter

Man stelle sich vor, eine Clique Mädels freut sich schon den ganzen Tag auf den Auto-Corso – alle Deutschland-mässig hübsch gemacht, das Cabriolet von Papa geliehen, die langweiligen 90-Minuten Fussball ertragen, die da angeblich vorher noch dazu gehören..
..und dann verliert Deutschland gegen äh, ist ja auch nicht so wichtig ;-)
Die ganze Vorbereitung soll nicht umsonst gewesen sein, es geht natürlich trotzdem mit den Mädels los – sie kommen also bei uns vorbei, wie wir so deprimiertanalysierend dastehen und brüllen:
“Deutschl…äh,mmmhh – ZWEITER!”
Da soll mal jemand widersprechen..
holy day
Der Tag fing sehr frueh und unwirklich an. Mit einem fetten Jeep wurden wir netterweisse vom Leiter der tibetischen High School in Kathmandu mit nach Besisahar genommen. Einer der Nepal-Initiative-Leute hatte ihm mal eine CD der Schongauer Blechbaetscher geschenkt, um Einblick in Bayerische UnKultur zu bekommen oder so..
Netter Weisse kam er auf die Idee, das wir uns doch freuen koennten, Klaengen aus der Heimat zu lauschen - was immerhin fuer Erwin auch galt – Wotan und ich haetten uns nichts surrealeres vorstellen koennen, als mit bayerischer Volksmusik morgens um 6 durch Kathmandu zu fahren – aber war auch mal ne Erfahrung, immer wieder ueberraschend, wie Musik ausserhalb ihres Kulturkreises nochmal voellig anders wirken kann :-)
Und es war mal wieder ein hinduistischer Feiertag, einer der gefuehlten 800, die in Asien uebers Jahr verteilt gefeiert werden – das haben sie wirklich drauf :-)
Bei dem Feiertag ging es darum, dass die Kinder sich “kriegerisch” bemalen und Luftballons mit Wasser und zum Teil Farbpigmenten fuellen (von den anderen Dingen, die zum Teil unlustigerweise rein gefuellt werden, erzaehl ich an dieser Stelle nicht..) und damit sich gegenseitig und die Erwachsenen befeuern duerfen – das hat bestimmt auch spirituellen Hintergrund, den hab ich jetzt aber nicht hinterfragt, mir hat gereicht, das die Kids richtig Spass dabei hatten:
Am Ende unserer Reise haben sie uns dann nochmal voll erwischt, zu meinem grossen Vergnuegen, unser Gastgeber inkl. seinem Fahrer war nur bedingt begeistert, wie man sehen kann..
experimentelles Rauchen
Ich finds ja seit geraumer Zeit albern, wie Wirte völlig uninspieriert ihre Kneipen in Rauchclubs umbenennen, nur um dem Nichtraucherschutz noch eine Zeit zu entgehen.
Das, allerdings:
Wenig verwunderlich also, dass findige Wirte bereits mehrere Lücken im bayerischen Gesundheitsschutzgesetz ausmachten. Das lässt ihnen zum Beispiel das Schlupfloch, ihre Gaststätten zu Theatern zu erklären – bei “künstlerischen Darbietungen” ist nämlich das Rauchen erlaubt. Da auch Laiendarsteller in diese Kategorie fallen, veranstaltete der Wirt der Memminger Pilsbar “Treff” regelmäßige Experimentaltheateraufführungen, bei denen seine Gäste die Zeit vor dem Rauchverbot ohne Drehbuch nachspielten – wer hätte gedacht, dass sich die Partizipationsträume des Experimentaltheaters der 1960er ausgerechnet über ein Rauchverbot erfüllen würden?
ist echt mal originell! Respekt, da würd ich mich sogar nochmal in meine Rolle vor 3,5 Jahren begeben und mitrauchen – der Kunst wegen, versteht sich!

